| SOS - Hunde - --Gran Canaria 2005: in 3 Monaten 848 Hunde in Las Palmas eingefangen - alle 48 Stunden werden im Inseltierheim ca. 30 Hunde getötet - Geschichte des Inseltierheimes 1962 bis 2005 - Das kanarische Wappen - Die Kanarischen Inseln und die Hunde - Austellung von Hundeskulpturen |
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Ein Mensch mag lächeln und freundlich grüssen und einen dabei zum Teufel wünschen, wedelt jedoch ein braver Hund "einen an", weiss man genau, dass er einen leiden kann. Anonym
Die "Kanarischen Inseln", Gran Canaria und die Hunde © Renate Ortel Die Kanarischen Inseln Es wird angenommen, dass der Name der Kanarischen Inseln abgeleitet wurde von dem lateinischen Word CANIS = Hund. Der Name Gran Canaria Insbesondere Gran Canaria wurde wahrscheinlich nach den auf der Insel von einem König von Mauretanien, Juba II, bei einer Expedition vorgefundenen grossen Hunden benannt, so erwähnt von Plinius in einem seiner Bücher. Diese Hunde können auch die sogenannten Seewölfe gewesen sein, welche zur Zeit der Eroberung auf dem Archipel sehr häufig waren, besonders auf der unbewohnten Insel Lobos (Wolf) zwischen Fuerteventura und Lanzarote gelegen. Diese Seewölfe wurden ausgerotttet, weil ihre Haut zur Herstellung von Schuhwerk begehrt war. Das Wappen der Kanarischen Regierung Aus der Namensgebung "Kanarische Inseln" erklärt sich, dass auf dem Wappen der Kanarischen Regierung zwei Hunde abgebildet sind. Ironie des Schicksals Im Jahr 2004 wurde die Aenderung des Wappens angeregt und jetzt, 2005 vollzogen. Die 2 Hunde wurden entfernt (!) das Wappen vereinfacht, die Missstände bleiben. Jetzt ähnelt das neue Wappen der Stadtverwaltung von Las Palmas einer simplen Fischgräte. (Wahrscheinlich im Hinblick auf das fortschreitende Aussterben und die Ausrottung von Fischarten durch Wasser- und Umweltverschmutzung und kommerziellen Fischfang) Mein Vorschlag: Namensänderung der Kanarischen Inseln Bedingt durch die entstandene Polemik wegen der Entfernung der historischen Hunde auf dem Wappen der kanarischen Regierung, ist nun vorgesehen den Hunden nur das seit 1722 umgelegte, optisch sehr schöne Halsband abzunehmen. Als Symbol der Freiheit! Aus meiner Sicht gesehen wieder ein schlechtes Beispiel zur Hundehaltung, denn die Zeiten haben sich geändert. “Wild lebende Hunde” kann es heute nicht mehr geben, es sei denn sie sind ausgesetzt oder verloren und die erwartet dann der fast sichere Tod im Tierheim, wie ja bereits bekannt ist. Jeder “zivilisierte” Hund mit Besitzer muss dem Gesetz nach ein Halsband tragen. Zudem stehen “Presa Canario” sowieso auf der schwarzen Liste der sogenannten Kampfhunde, also obendrein Leinen- und Maulkorbzwang. An die Kosten dieser vollkommen unnötigen Änderung des Wappens will ich lieber gar nicht denken, aber wenn schon zu viel Geld da ist und die kanarischen Politiker keine wichtigeren Sachen zu regeln haben, sollten sie vielleicht folgenden Tipp in Erwägung ziehen:
Das hat dann den Vorteil, dass es alles noch viel mehr kostet und man “Gran Canaria” und “Islas Canarias” nicht mehr verwechselt, also Teneriffa einen höheren Stellenwert bekommt, denn da liegt wohl die Wurzel des Problems: im ständigen Konkurrenzkampf der beiden grössten Inseln. Die “Gran Canes”, also die grossen Hunde, wurden in Las Palmas ja sowieso schon vom Wappen eleminiert und ausgesetzte Pudel gibt es hier massenweise. Die vernünftigere Lösung wäre natürlich alles so zu belassen wie es ist und sich um wirklich wichtige sozial-kulturelle Angelegenheiten - auch um Tierschutz zu kümmern - und das vorhandene Geld dafür zu verwenden.
Die Kanarischen Inseln und insbesondere Gran Canaria wurden also seit jeher mit Hunden in Verbindung gebracht, sowohl im positiven wie auch im negativen Sinn. In der heutigen Zeit überwiegt leider der negative Eindruck. Die Inseln sind unter Tierliebhabern in ganz Europa bekannt für das Tierelend das hier seit Jahrzehnten herrscht. Besonders davon betroffen sind die Hunde. Es mangelt an Interesse der Kanarischen Regierung, den Inselregierungen, Stadtverwaltungen und einem Grossteil der Bevölkerung etwas daran zu ändern. Obwohl es seit 1991 ein kanarisches Tierschutzgesetz gibt, fehlt es in dieser Hinsicht an Aufklärung und Erziehung. Auch wird das Gesetz nicht eingehalten, nicht einmal von den Regierenden selber (siehe auch “Tierquälerei durch Behördenwillkür”)
Das Elend der Hunde 24/08/05 Zeitungsartikel "La Provincia": Das Gesundheitsamt hat in 3 Monaten in der Hauptdtadt (Las Palmas) mehr als 1.250 streunende Hunde und Katzen eingefangen. 848 Hunde und 408 Katzen wurden von der Strasse aufgelesen und ins Inseltierheim gebracht. In Las Palmas sind 35.043 Hunde registriert und 398 Katzen. Am (10/04/05) erschien in der lokalen Presse ein zweiseitiger Artikel mit der Überschrift: ”Auf Gran Canaria werden täglich mehr als 20 Hunde ausgesetzt weil sie lästig sind” Das Inseltierheim Bañaderos sieht sich verpflichtet alle 48 Stunden etwa 30 Hunde einzuschläfern. Das ist alles nichts Neues! Seit 1980, seitdem es das Tierheim in Bañaderos gibt, erscheint durchschnittlich zweimal im Jahr ein Bericht in dieser Art – und das war´s dann wieder. An der Situation hat sich seither nichts geändert, weil nicht wirklich etwas dagegen unternommen wird. Ein Inseltierheim gab es bereits seit 1962 !!! Die Vereine auf Gran Canaria funktionieren entweder gar nicht , sind untereinander zerstritten oder beschränken sich darauf “ihre” Tiere nach Deutschland zu schicken. Ebenso einige private Tierschützer wie ich auch. Das kann aber auf Dauer keine Lösung sein, denn HIER ändert sich dadurch NICHTS. Im Gegensatz zu den anderen (Vereinen und Privaten) versuche ich darum ausserdem durch Leserbriefe, Veröffentlichungen und über meine Homepage auf die Missstände aufmerksam zu machen, soweit mir das möglich ist. Selbst beim Europäischen Parlament habe ich seit 1995 ein Aktenzeichen wegen meiner Reklamationen und Eingaben, aber dort heisst es “Tierschutz ist Sache der einzelnen Mitgliedsstaaten”. http://www.europarl.europa.eu/dg7/calendrier/data/pv_proc/en/text/950403EN.htm Den spanischen Justizminister Fernandez Lopez Aguilar, den ich persönlich kenne, da er aus Gran Canaria kommt, habe ich bei einer Versammlung öffentlich darum gebeten, dem Tierschutz mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Wie auch immer, es sind alles nur Tröpfchen auf den heissen Stein. Ich denke, er würde es sogar tun (ist ein sehr netter Mensch) wenn nur ER darüber zu entscheiden hätte. Tierschutz unterliegt leider politischen und wirtschaftlichen Kriterien und ist darum vom Interesse der Politiker und der Partei abhängig und da gehen die Meinungen immer auseinander. Wenn man bedenkt, dass täglich mindestens 20 Hunde offiziell auf der Strasse landen, so sind es in Wirklichkeit doppelt so viele. Der inoffizielle Rest verteilt sich auf zwei oder drei Vereine, die illegalen Auffanglager die jede Stadtverwaltung unterhält, die privaten Tierschützer und einige hilflose Touristen, ganz abgesehen von den Tieren, die sowieso sofort zu Tode kommen.
Geschichte des Inseltierheimes von Gran Canaria 19.05.1960 Gründung des Vereines SOCIEDAD PROTECTORA DE ANIMALES Y PLANTAS (SPAyP) 1. Vorsitzender: Jaqueline Lafford 04.10.1962 Eröffnung des Inseltierheimes in Pedro Hidalgo, Gelände wird von der Inselregierung gestellt, der Bau des Tierheimes von der RSPCA (Royal Society for the Protection of Animals, England) finanziert. Leitung des Tierheimes durch SPAyP. 2. Vorsitzender: Ursula de Armas 3. Vorsitzender: Alejandro Rojo Direktorin des Tierheimes bis 1979: Carmen Remon Leon Das Tierheim erfüllte seinen Zweck und funktionierte angeblich relativ gut, bis: 1976 Die Stadt zahlt keine Subventionen mehr und fordert die Rückgabe des Geländes zu anderweitiger Nutzung. Das alte Tierheim wird von einem zum anderen Tag abgerissen. Einige Tiere werden dabei lebend unter den Trümmern begraben. 1O.1979 Einweihung des neuen Tierheimes in Bañaderos (notgedrungen provisorisch auf geliehenem Privatgrund errichtet) 1980 4. Vorsitzender: Luis Castro Medina 1980 5. Vorsitzender: Jose Grillo 1980 6. Vorsitzender: Julio Caubin, Präsident der Versicherungsgesellschaft Mapfre Guanarteme Diese Angaben sind dem Buch "Nacimiento y muerte de la SPAyP" (Geburt und Tod des Tierschutzvereines SPAyP) von Carmen Remon León entnommen.
1980 bis 1991 Mehrfache Schliessungen des Heimes, 1983, Hunde werden lebend vom Einsammel-Laster in die Müllkippe geworfen, Skandale, Tierquälerei. Pro Jahr "verschwinden" mindestens 750 Hunde aus diesem Heim. Autoritäre, undurchsichtige Verwaltung, unzureichende Buchführung, zumindest was Zugänge, Adoptionen und getötete Tiere anbetrifft. Mehrere Anzeigen gegen die Leiter des Heimes. Das Heim hat keinen Tierarzt. Die Tiere werden von Pascual, einem langjährigen Angestellten getötet, wahrscheinlich in einer Gaskammer. Das private, bis dahin "besetzte" Gelände des Tierheimes wird 1985 vom Cabildo (Inselregierung) gekauft. Somit ist der Besitzer die Inselregierung und der "Tierschutzverein" SPAyP Leiter. Wer sind die Vorstandsmitglieder von SPAyP? Nur Julio Caubin (1. Vorsitzender) und Adela Prinz (Kassenwart) sind namentlich bekannt. Julio Caubin, Präsident der Versicherungsgesellschaft Mapfre, hat sich 1983 verpflichtet mit Geldern der Stiftung dieser Versicherungsgesellschaft Mapfre das Tierheim zu unterhalten, was aber nur bedingt der Fall ist. Im oberen Trakt des Tierheimes (Einzelzwinger) werden "Presa Canario" gezüchtet. Die Streuner sind unten in grossen Gemeinschaftszwingern, wo es täglich zu tödlichen Beissereien kommt. Quarantäne gibt es nicht. Wer nicht an Staupe oder Parvo stirbt, wird totgebissen oder letztlich sowieso getötet. Die wenigsten Tiere werden vermittelt. Das wird auch nicht angestrebt. Es gibt kein fliessendes Wasser, keinen Strom und kein Telefon. Herbst 1991 Erster Kontakt von Luis Felipe Lopez (1. Vorsitzender von ANAHI) und Julio Caubin (1. Vorsitzender von SPAyP) Dem folgen mehrere Treffen "unter 4 Augen" zwischen Julio Caubin und Felipe Lopez und 1 ordentliche Generalversammlung sowie ein notarieller Einspruch und 3 weitere ausserordentliche Generalversammlungen von ANAHI, weil ich und mit mir 50 % der Mitglieder gegen eine Zusammenarbeit mit SPAyP im Tierheim waren. Wir wollten TIERSCHUTZ und nicht nur TOETEN.
25. Juli 1992 bis April 1994 25.07.92 Beginn der Zusammenarbeit von SPAyP und ANAHI nach heftigen Debatten, Intrigen und nachfolgender Aenderung des Vorstandes von ANAHI sowie meinem Austritt aus dem Tierschutzvereinverein ANAHI (bis 24.07.1992 war ich Vizepräsidentin) Neuer Vorstand von ANAHI: Jose Mendoza (Beamter der Regierung) Präsident, Renate Berger, Vize, Mari Rosa Gonzalez Moreno (Vorzimmerdame des Präsidenten der Inselregierung), Sekretärin, Thomas Friedrich, Schatzmeister, Fr. Mönkemöller, Vokal, Fr. Adelhaid Groos, Vokal, Fr. Determann, Vokal 29.07.92 Zeitungsartikel: Die Leiter des Tierheimes drohen damit alle Tiere des Heimes auf die Strasse zu werfen (300 sagen sie) 31.07.92 Zeitungsartikel: 200 Tiere des Heimes sind krank - Anzeige von "Lassie" gegen Julio Caubin - 09.08.1992 Beginn der gemeinsamen Leitung des Inseltierheimes, SPAyP + ANAHI, Benachrichtigung der Mitglieder von ANAHI Vorstand von SPAyP: unverändert (wer eigentlich?) 11.08.92 Offizieller Beginn der Euthanesie der kranken Tiere mit Hilfe von 2 Tierärzten 15.08.92 Zeitungsartikel: Der Leiter des Tierheimes bei der SEPRONA (Guardia Civil) angezeigt 18.08.92 Zeitungsartikel: Kampagne gegen das Aussetzen von Tieren 20.08.92 Zeitungsartikel: Mehr als 80 kranke Tiere im Tierheim Bañaderos getötet 20.08.92 Zeitungsrtikel: Der schlechte Zustand des Tierheimes erfordert 84 Tiere zu töten - Nach Auskunft von ANAHI werden derzeit nur von Privatleuten gebrachte Tiere aufgenommen. Was geschieht mit denen, die die städtischen Hundefänger einfangen??? 27.08.92 Artikel in info-Canarias: Bañaderos jetzt ein Tierheim mit Zukunft? 11.09.92 Privater Kontrollbesuch meinerseits im Tierheim. Ich zähle ca. 130 Tiere. Sonst hat sich nichts verändert. Keine Quarantäne. In diesem Trakt sind weiterhin die gezüchteten Presa Canario (siehe Fotos...sorry, noch keine Zeit zur Bearbeitung gehabt...) 20.09.92 Zeitungsartikel: Streunende Hunde. Kritik an den Tierschutzvereinen wegen der Zunahme an Streunern. 01.10.92 Zeitungsartikel: Nächtliches Einfangen der streunenden Hunde, die danach bis zu 2 Tage in dem Transporter verbleiben, ohne Wasser und Fressen...(und was dann???, frage ich mich) 03.10.92 Zeitungsartikel: Am 4. 10. "Tag der offenen Tür" im Tierheim 04.10.92 Privater Kontrollbesuch meinerseits zum "Tag der offenen Tür" ca. 125 Hunde unten in den 5 Gemeinschaftszwingern, 45 in dem Quarantänetrakt, (soweit es die Presa Canario - Zucht vom Platz her erlaubt) ca. 30 Katzen, die 2 Affen, kranke Tauben in dem Graben hinter den Lagerräumen (die sieht keiner). Kranke Katzen und Hunde, die nicht isoliert wurden. Kein Tierarzt anwesend. (siehe Fotos...demnächst...) 08.10.92 Zeitungsartikel: "Tag der offenen Tür " im Tierheim Bañaderos. Spendenbitte 16.10.92 Zeitungsartikel: Hundeprobleme. Bericht über die im Tierheim gezüchteten Presa Canario, die dort den angeblichen Quarantänetrakt belegen. 23.1092 Zeitungsartikel: Die Versicherungsgesellschaft Mapfre erhöht den Umsatz 1992 um 24 %. 01.11.92 Privater Kontrollbesuch meinerseits. Ca. 280 Hunde, auch kranke im Gemeinschaftstrakt, viele Mücken, eine Hündin mit Welpen, nur 3 grosse Mülltonnen sichtbar. Wo sind die restlichen 5? (da kommen die getöteten Hunde rein bis zum Abtransport). Was ich immer als "Gaskammer" angesehen habe, ist angeblich der "Umkleideraum" der Männer, immer verschlossen. Das Schild mit dem Totenkopf an der Tür, das ich am 4.10. fotografiert habe IST AB. Da ist jetzt ein quadratischer heller Fleck. 08.11.92 Privater Kontrollbesuch meinerseits im Tierheim. Ca. 170 Hunde, also 110 weniger als 1 Woche zuvor und dabei sind dann die Neuzugänge noch nicht bedacht. Der vorderste der grossen Gemeinschaftszwinger der Hunde ist ganz leer. In den anderen sind kranke und gesunde Hunde zusammen, knapp 40 in jedem Zwinger. Die ganz kranken Hunde sind "oben", gegenüber von den Presa Canario, die dort weiterhin gezüchtet werden und Welpen haben. siehe Fotos Alle geimpften Hunde tragen jetzt eine Kordel um den Hals. 11.11.92 Leserbrief in der lokalen Presse, ANAHI kritisierend, da sich nichts an den Zuständen ändert. 21.11.92 Leserbrief in der lokalen Presse, Antwort von Fr. Gertrudis Mönkemöller de Martin, Vokal im Vorstand von ANAHI, den Verein verteidigend. 24.11.92 Zeitungsartikel: "Kanarische Allgemeine" Bauarbeiten für die neuen Hundezwinger im Tierheim abgeschlossen. (Es gibt aber keine neuen Zwinger, lediglich mehr Eternitplatten gegen Wind und Regen "oben" in der sogenannten Quarantänestation) 26.11.92 zeitungsartikel: 250 gesunde Tiere könnten in dem Inseltierheim wegen fehlender Mittel eingeschläfert werden. 01.12.92 Leserbrief von mir in der lokalen Presse: Fehlende Mittel? Was wurde mit den mehr als 4 Millionen Peseten getan, die ANAHI auf dem Konto hat? Warum wurde die Fleischspende von 5000 kg nicht angenommen? 05.12.92 Leserbrief vom Vorstand von ANAHI, mich diffamierend. Meine Fragen werden nicht beantwortet. 05.12.92 Zeitungsartikel: Das städtische Tierheim bemüht sich die Tötung von 200 Tieren zu verhindern 10.12.92 Leserbrief meinerseits in info Canarias: Empörung über ANAHI 13.12.92 "II. Tag der offenen Tür" im Tierheim siehe Fotos FORTSETZUNG FOLGT 14.12.92 28.12.92 09.01.93 22.01.93 05.02.93 06.02.93 10.02.93 18.02.93 09.03.93 11.03.93 15.04.93 20.04.93 06.05.93 02.07.93 ...
04.1994 bis 2005 04.1994 "Rauswurf" von ANAHI 22.02.1995 Mapfre Guanarteme übernimmt wieder die Leitung des Tierheimes, Direktorin bleibt weiterhin Mari Rosa Gonzalez Moreno, Vorzimmerdame des Präsidenten der Inselregierung. 2005 Die Realität im Tierheim In diesem Jahr wurde zum 1. Mal zur Weihnachtszeit eine Kampagne durchgeführt unter dem Motto: "Einen Freund kauft man nicht, adoptiere ihn" Ab dem 20.12.2005 wurden die Bürger von Las Palmas an drei Stellen durch Infostände auf die Möglichkeit einer Adoption hingewiesen. 226 Tiere aus dem Tierheim fanden in dieser Zeit eine neue Familie und entkamen so dem sicheren Tod im Tierheim. Das ist sehr erfreulich und zeigt, dass etwas mehr Aufklärung Resultate bringt. Was ich persönlich jedoch bezweifel ist, dass alle (besser gesagt die meisten) in ihrem neuen Heim bleiben dürfen. Erfahrungsgemäss landen etwa 2 Monate nach Weihnachten die inzwischen lästigen Geschenke auf der Strasse (oder kommen zurück ins Tierheim). Weihnachten ist nicht die beste Zeit zur Adoption, weil die Tiere verschenkt werden. Das äusserst günstige Angebot des subventionierten Inseltierheimes in Bañaderos, einen Hund kastriert, geimpft und gechippt für nur 40.- € zu erwerben, hat sicherlich viele Interessenten angezogen. Warten wir das Ergebnis ab.
einheimische Hunderassen Bekannt, beliebt und anerkannt sind die grossen "Presa Canario" sowie die mittelgrossen, gestromten Hütehunde "Perro Majorero" und die einheimischen Jagdhunde "Podenco Canario" .
typisch kanarische Ansichten über Hunde Hunde sind schmutzig Hunde übertragen Krankheiten Hunde beissen Hunde stinken Hunde müssen "frei" leben Hunde können sich von Abfall ernähren
Hundehaltung Auf den Kanarischen Inseln ist es üblich Hunde auf dem Flachdach des Hauses zu halten. Dort langweilt sich der Hund dann und bellt. Wenn er Glück hat, gibt es ein Dach das ihn vor Sonne und Regen schützt. Leider ist das oft nicht der Fall. Damit er die Wäsche, die dort aufgehängt wird, nicht beschmutzt, wird er oft angekettet gehalten. Natürlich wird auch nichts gegen Flöhe und Würmer unternommen, teure Herzwurmvorsorge schon gar nicht. Als Fressen gibt es Essensreste und wenn er seinen Wassernapf umwirft oder wegen der Kette nicht erreicht, hat er Pech gehabt. Seine Aufgabe ist es zu wachen. Natürlich gibt es auf den Kanaren auch viele Einheimische die ihre Hunde "normal" in der Wohnung halten, im Auto mitnehmen, täglich ausführen etc. Besonders bei der "Arbeiterklasse" und beim "Mittelstand" haben es die Tiere oft BESSER, weil sie nicht die ausschliessliche Funktion als Wachhund übernehmen müssen, wie es bei den "Villen der Reichen" und auf dem Land üblich ist. Ganz besonders schlecht geht es den Hunden auf dem Land und den Jagdhunden!
Positive Veränderungen, gibt es die? mehr darüber in Kürze 18/08/05 Geplant: (Kunst-)Ausstellung von Hundeskulpturen in Las Palmas
Zum Artikel “Hundstage” in Las Palmas in info Canarias 746 Mein Leserbrief Mit Entsetzen las ich den Bericht über die geplante Ausstellung bereits in den lokalen Tageszeitungen. Man mag geteilter Meinung sein über den künstlerischen Wert dieser “Kunstwerke”, Tatsache ist: hier wird wieder eine Menge Geld verbraten, dass anders verwendet von Nutzen sein könnte. Mehr als 50 auf den Philippinen vorgefertigte Skulpturen der kanarischen Hunderasse “Presa Canario” werden derzeit von Schülern der Kunstschule bunt bemalt. Da diese Aktion gesponsert wird, gehe ich mal davon aus, dass sie obendrein zur Werbung dienen sollen. Werbung für wen oder was? Bekommen die Hundeskulpturen Schilder mit erzieherischen Botschaften um den Hals gehängt? Zu schön um wahr zu sein, befürchte ich, aber wer weiss, vielleicht liest ein Stadtrat hier mit…. Als – seit 1983 - aktive Tierschützerin auf dieser Insel, denke ich zuerst daran, dass jährlich, offiziell rund 5000 Hunde allein im Inseltierheim in Bañaderos getötet werden, inoffiziell ist die Gesamtzahl auf Gran Canaria sicher doppelt so hoch. Daran hat sich in den letzten 25 Jahren praktisch nichts geändert! Die Kanarischen Inseln haben allgemein einen schlechten Ruf, was Tierschutz anbetrifft. Anstatt das Geld für diese “Ausstellung” zu vergeuden, sollten die Verantwortlichen die Erziehung zum Wohle der Tiere auf die eine oder andere Art fördern und damit dann Propaganda zu machen. Viele tierliebe Touristen kommen nach unangenehmen Urlaubserlebnissen mit notleidenden Hunden oder Katzen “nie wieder auf die Kanaren”. Dieses Jahr, also praktisch zeitgleich mit der Kunstausstellung, wurden die beiden Hunde, die seit 1580 das kanarische Wappen symbolisch zierten, eliminiert. Ob das nötig war sei dahingestellt, billig ist es jedenfalls auch nicht. Eine Frage beschäftigt mich nun noch: Was passiert mit diesen voluminösen “Hundefiguren-Kunstwerken” aus Fieberglas (ca. 1.80 Meter x 2 Meter pro Stück) wenn die 3 Monate der “Ausstellung im Freien” abgelaufen sind? Werden sie dann auf dem Gelände des Tierheims gelagert? Kein Platz ! Oder werden sie zerhackt und zerstückelt? Oder vielleicht verbrannt? Wie wird Fieberglas entsorgt? Ich hoffe das auf den Philippinen hergestellte Material und die verwendeten Farben des Designs sind wenigstens umweltfreundlich und unschädlich… Das neue Stadtwappen von Las Palmas de Gran Canaria gleicht jetzt nämlich einer abgenagten Fischgräte mit fünf Sternen ( eine Zukunftsvision vielleicht ). Nicht nur der Hunde wegen.
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