| animalwebmaster - Über mich |
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DINO Eine wahre Geschichte, die seit 1983 mein Leben verändert hat Renate Ortel Mein Name ist DINO d.h. zuerst wurde ich "Bandido" getauft, weil ich ein Strassenhund war, aber seitdem ich in Deutschland lebe, haben wir den Namen gekürzt. DINO hört sich schöner an und ich denke sowieso nur ungern an meine Vergangenheit in den Strassen von Las Palmas zurück. Das war ein schweres und trauriges Leben. Ich möchte aber darüber berichten, denn die meisten Menschen können sich gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn man als Hund kein Zuhause hat. Ja, viele glauben noch, wir freuen uns über die Freiheit, weil wir den ganzen Tag herumlaufen können. Ich finde es jedenfalls viel schöner, wenn ich mit meinem Freund ALFI und unserem Frauchen im Wald spazieren gehe oder auf einer Wiese spiele und im Haus fühle ich mich auch nicht eingesperrt, denn es fehlt mir an nichts. Ich bin glücklich ein Heim zu haben und ein liebes Frauchen, das mich oft streichelt. Nun aber zu meinem Vorleben: Warum ich zum Strassenhund wurde, weiss ich heute nicht mehr. Ich war damals noch recht jung, aber ich habe mich lange alleine durchgeschlagen. Mein tägliches Fressen habe ich im Müll gesucht und darum abwechselnd unter Durchfall und Verstopfung gelitten und zu trinken hatte ich auch nichts, denn auf Gran Canaria regnet es selten und es gibt so gut wie keine Wasserstellen. So trank ich oft meine eigene Pipi um überhaupt etwas Flüssigkeit zu bekommen. Ausserdem musste ich noch hunderte von Würmern verschiedener Arten miternähren, die sich im Laufe der Zeit in meinem Darm festgesetzt hatten und überall juckte und piekte es durch die vielen Flöhe und Zecken, die mein Blut absaugten. Aber nicht genug damit: oft gab es SchLäge und Fusstritte von Menschen, weil ich mich irgendwo einschleichen wollte, wo es gar so gut nach Essen roch oder weil sich manche Menschen einfach einen Spass daraus machten, mich zu erschrecken. Und dann die Autos...Vor denen konnte man gar nicht genug aufpassen. So kam es eines Tages als ich zwei oder drei Jahre alt war, zu dem Unfall, der mir fasst das Leben gekostet hätte. Noch heute schrecke ich zusammen, wenn ich Reifen quietschen höre. Unter grossen Schmerzen schleppte ich mich noch bis auf die Strandpromenade, wo ich mir vor einem Restaurant ein Eckchen suchte. Dort blieb ich liegen. Jeden Tag kamen viele Menschen vorbeigelaufen, manche blieben auch kurz stehen und sagten etwas, andere wollten mich nur stören. Angeblich habe ich eine ganze Woche (!) dort gelegen. Die Leute dachten, ich sei blind, weil ich mich für nichts interessierte...aber ich hatte einfach abgeschlossen mit dem Leben. Mit diesen Schmerzen im Bein und im Bauch konnte ich nicht so leben wie bisher und nach Fressen suchen und von Tag zu Tag fühlte ich mich darum auch schwächer. Ich hatte keine Hoffnung mehr... Doch eines nachts kamen drei Frauen, sie blieben stehen, guckten mich an, streichelten mich vorsichtig, schienen ratlos, aber sie gingen nicht weg wie alle anderen vor ihnen. Dann kamen noch zwei Leute dazu, mit einem freundlichen kleinen Hund. Alle redeten viel miteinander und gingen dann zum Telefon. Bald darauf erschien noch ein Mann. Er packte mich geschickt im Genick, so schnell konnte ich gar nicht nach seiner Hand schnappen. Dann legte er mich in ein Auto. Es war ein Tierarzt. Ich wunderte mich sehr über alles, aber irgendwie hatte ich volles Vertrauen zu diesen Menschen und darum war ich auch ganz ruhig und brav. In der Praxis angekommen, drückte der Tierarzt an mir herum, überall dort, wo es mir am meisten weh tat. Dann piekste er mich noch mit einer langen Nadel. danach hatte ich überhaupt keine Schmerzen mehr, ich war nur noch sehr, sehr müde. Am nächsten Tag erwachte ich in der Wohnung vom Mac, dem netten kleinen Yorkie, der mich tröstend am Ohr leckte. Die drei Frauen waren auch schon da und wir fuhren wieder zum Tierarzt, diesmal in eine grosse Klinik. Ich wurde nochmal untersucht und sollte im Hospital bleiben. Sie sagten, wenn ich fresse, werde ich operiert werden und gesund gepflegt. Ich frass - denn ich fühlte mich beschützt und glücklich wie schon lange nicht mehr und als am nächsten Tag das Frauchen vom Mac kurz zu Besuch kam, habe ich vor Freude sogar ganz sachte mit dem Schwanz gewedelt. Am folgenden Tag wurde ich am Bein operiert. Es musste genagelt werden. Gleich nach der Operation kam ich wieder in die Wohnung vom Mac, welche für die nächsten fünf Monate auch mein Zuhause werden sollte. Mir wurde ein Platz eingerichtet unter einem Tisch, von drei Seiten geschützt. Von da aus konnte ich alles überblicken und brauchte mich nicht zu bewegen. Fressen, Wasser, alles wurde mir vor die Nase gestellt, aber obwohl ich nun sehr glücklich war, konnte ich keinen Bissen runterbringen. Dann bekam ich auch noch einen ganz schlimmen Durchfall. Jeden Tag brachte mich mein Pflegefrauchen zum Tierarzt, wo ich an einen Tropf kam und künstlich ernährt werden musste. Ausserdem sollte ich immer so ein ekelhaftes gelbes Zeug schlucken. Da habe ich sogar geschnappt und geknurrt, aber die Leute, die mich pflegten schien das gar nicht zu beeindrucken. Ich musste es schlucken. Auch die drei Frauen kamen täglich zu Besuch. Jeder kümmerte sich uim mich. Die Flöhe waren beseitigt worden, die Zecken auch und mit einem Trockenshampoo wurde mein Fell gereinigt, denn baden durfte ich noch nicht. Am meisten gefiel mir, wenn ich gebürstet wurde. Am 9. Tag fing ich an zu fressen. Jetzt konnte ich auch eine Wurmkur machen und jeden Tag wurde ich stärker, gesünder und schöner. Zwar lag ich immernoch in meinem Eckchen unter dem Tisch, denn da fühlte ich mich am geborgendsten und ich schlief aus Gewohnheit auch noch oft im Sitzen, denn Strassenhunde können sich NIE irgendwo ganz entspannt hinlegen, aber ich beobachtete jetzt auf Schritt und Tritt den Mac. Er war schon älter und sehr weise und selbstsicher. Ich bewunderte ihn, weil er die Menschensprache perfekt verstand und ganz stubenrein war. Er wurde mein Vorbild und ich habe in den folgenden Monaten viel, sehr viel von ihm gelernt. Dann machten wir alle zusammen eine weite Reise mit so einem riesigen, lauten Vogel, Flugzeug genannt, und bei der Ankunft trafen wir eine der drei Frauen wieder. Es war diejenige, welche ich schon immer am liebsten mochte, der ich sogar damals, in der ersten Woche, einmal übers Gesicht geleckt hatte um ihr meine Zuneigung zu zeigen. SIE sollte von jetzt an mein Frauchen in Deutschland sein. Nach und nach habe ich mir alle Plätze an ihrer Seite erobert und eine meiner liebsten Beschäftigungen ist, mit Frauchen auf dem Surfbrett über den Titisee zu segeln. Davon hätte ich als Strassenhund nicht einmal geträumt. Nachtrag: DINO der seit 1984 in Freiburg lebte und dem 1985 als Folge des Unfalls eine Niere entfernt werden musste, wurde trotzdem recht alt und hatte ein sehr schönes Leben. Er ist 1997 gestorben.
Über mich
Dalia und ich
Ich lebe seit 1980 auf der Insel Gran Canaria, im Norden, in der Hauptstadt Las Palmas. 1983 nahm ich den ersten Hund von der Strasse auf, den DINO, den ich damals schwer verletzt gefunden hatte. Das Erlebnis mit DINO sollte mein Leben ausschlaggebend beeinflussen, denn seither habe ich ALLEN Tieren geholfen, die ich selber gefunden habe und ausserdem noch zahlreichen anderen, die mir von Bekannten oder auch Fremden übergeben wurden. Insgesamt sind es im Laufe der Jahre einige hunderte geworden, alle in meiner Kartei mit Adressen und Foto registriert. Einige davon sehe ich zu meiner Freude bei meinen sporadisch organisierten “Hundetreffen” in Deutschland wieder und lerne bei dieser Gelegenheit die neuen Besitzer kennen. Von vielen anderen bekomme / bekam ich Briefe und Fotos. Ich bin mit keinem der hiesigen Tierschutzvereine verbunden, da leider keiner dieser Vereine zu meiner Zufriedenheit funktioniert. Mein Tagesablauf ist seit 16 Jahren, seitdem ich im Tierschutz wirklich richtig aktiv bin, total chaotisch, denn es sind viel zu viele verschiedene Sachen, die ich an einem Tag zu erledigen habe. Ich bin alleinstehend und arbeite freiberuflich. Ausser den täglich anfallenden Tierschutzangelegenheiten, die sich meist vollkommen unerwartet ergeben (z.B. wenn ein neues Tier gefunden wird oder ein dringender Tierarztbesuch nötig ist) muss ich meine mehr oder weniger termingebundenen Arbeiten erledigen und meinen Haushalt und meine eigenen Tiere versorgen.
mein TEDDY, jetzt 15 Jahre alt Zu allem Übel bekam ich Ende 2001 Diabetes Typ I, "Jugenddiabetes" obwohl ich seit 20 Jahren Vegetarier bin, ausserden schlank, mit niedrigem Blutdruck, nicht rauche, keinen Alkohol trinke und wenig Süsses gegessen habe. Die “schlimmste” Zeit der Erkrankung hat sich bis Februar 2002 hingezogen, da mein Sehvermögen stark beeinträchtigt war. Das hat sich inzwischen zum Glück wieder völlig normalisiert. Dank Internet habe ich mich ausgiebig über Diabetes Typ I informieren können und inzwischen habe ich diese Krankheit ins Chaos meines täglichen Lebens integriert. Auch wenn es hinderlich ist, ich muss eben damit leben. Hilfe für notleidende TiereBis zu dem Zeitpunkt, als ich DINO fand, hatte ich mich auf “ambulante Hilfe” beschränkt, auf Füttern, wie es viele Touristen bzw. Leute ohne Erfahrung im Tierschutz tun, denn ich war mir damals der ganzen Problematik der Tiernot und der Situation auf Gran Canaria nicht bewusst. Heute bin ich der Ansicht, das Füttern von streunenden Hunden ist keine Hilfe! In der Realität nützt es wenig, denn “nur” Füttern verlängert das Dasein im Elend um Stunden, Tage oder Wochen, ändert aber an der Situation selber gar nichts. Oft ist es sogar zum Nachteil des Tieres, da viele durch Würmer oder Krankheiten sowieso Verdauungsprobleme haben, nach dem Fressen kein frisches Wasser da ist und die Tiere überall und alles fressen, auch Gift. Früher oder später werden Streuner alle krank, angefahren, vergiftet, misshandelt oder im (günstigsten???) Fall von den städtischen Hundefängern ins (offizielle) Inseltierheim oder eine der illegalen, städtischen Auffangstationen gebracht und dort nach spätestens 21 Tagen eingeschläfert. Wirkliche Hilfe leistet nur, wer die Notlage grundsätzlich beseitigt und das bedeutet: Hunde und zahme Katzen generell von der Strasse holen, überprüfen ob das Tier einen Microchip hat und gegebenenfalls einen neuen Besitzer suchen, bei dem selbstverständlich auch eine Vor- und/oder Nachkontrolle gemacht werden muss. Bei Katzen ist Füttern unter gewissen Vorausetzungen zu akzeptieren, da ja viele Katzen “wild” sind und gar nicht adoptiert werden könnten. Sie sollten aber auf jeden Fall kastriert werden. Meine Fundtiere
Die von mir aufgenommenen Tiere kommen grundsätzlich zuerst zum Tierarzt, wo sie untersucht und von Parasiten befreit werden und überprüft wird, ob ein Microchip vorhanden ist. Ausserdem wird bei Hunden im Alter von mehr als 5 Monaten immer ein Gentest auf Filarias (Herzwurmkrankheit) gemacht. Wenn alles in Ordnung zu sein scheint, wird noch einige Tage gewartet, dann wird geimpft, denn nur gesunde Tiere dürfen geimpft werden. Hat das Tier einen Microchip wird der Besitzer verständigt und kann es noch am gleichen Tag abholen. Das ist leider in den wenigsten Fällen so. Ein Hund ohne Microchip wäre sowieso zum Sterben verurteilt, also lasse ich ihn in einer Hundepension oder an einem privaten Pflegeplatz auf den Abflug nach Deutschland warten. Eigentlich ist es Pflicht der jeweiligen Stadtverwaltung sich um die Streuner zu kümmern, aber siehe oben: im Tierheim werden sie eingeschläfert und wie man unter "Gran Canaria" lesen kann, kümmert sich die Stadtverwaltung sowieso nicht, auch nicht nachdem Anzeige erstattet wurde. Es kräht im wahrsten Sinne des Wortes kein Hahn danach. Natürlich kostet besonders die Unterbringung viel Geld. Bei den Hunden in den Pensionen handelt es sich leider meist um schwer oder gar nicht zu vermittelnde Dauergäste. Das bedeutet feste monatliche Pensionskosten, ohne Neuzugänge oder andere Ausgaben zu berücksichtigen. Abgesehen von den monatlichen Zahlungen der Hundepension fallen an: Tierarztkosten für Operationen und Behandlung etc., Ausgaben für Medikamente, Flohspray, Wurmkuren, Filariasvorsorgetabletten, Futterkosten (oftmals Diät- und Welpenfutter), Impfungen, Microchips, Vermittlungs- und Organisationskosten wie Telefon, Fax, Transport, Fotos, Fotokopien usw. Die monatlichen Kosten betragen unabänderlich immer zwischen 1000.- und 2000.- € Die einzige Möglichkeit Kosten zu reduzieren bestünde darin, keine neuen Tiere aufzunehmen und schneller zu vermitteln. Ein Tier, dass noch nicht gesund und geimpft ist, gebe ich jedoch nicht ab. Das ist nicht im Sinne meiner Tierhilfe und ich könnte auch nie ein Tier in Not auf der Strasse liegen lassen, nur weil das Geld fehlt. Die regelmässige Filariasvorsorge verursacht ebenfalls ganz erhebliche Kosten, weil die Medikamente und Tests teuer sind. In Deutschland gibt es diese Krankheit nicht (siehe auch "Herzwurmkrankheit") Die Ausgaben insgesamt sind enorm, deprimierend und erdrückend, aber da ich kein Verein bin, kann ich auch nicht offiziell Geld sammeln, sondern bin einzig und allein auf die freiwillige Hilfe von Tierfreunden angewiesen... Vielleicht fühlt sich jemand angesprochen und möchte eine Patenschaft oder Teilpatenschaft, Kastrations- oder Tierarztkosten übernehmen...Es wäre mir eine grosse Hilfe. Auf Wunsch bekommen Sie die Originalquittung der mit Ihrem Geld bezahlten Rechnung. Meine Hundeschulden in der Tierpension und beim Tierarzt haben Rekordhöhen erreicht! Falls Sie meinen Schützlingen helfen möchten, können Sie unter folgender e -mail Adresse mit mir Kontakt aufnehmen: dogs_cats@gmx.netMit herzlichen Grüssen und Dankbarkeit für Ihr Interesse Renate Ortel & die Tiere Gran Canarias
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